2019 | HS Software
Ganz klar: Das lässt sich nicht pauschal beantworten – es kommt immer auf die individuellen Prozesse und Bedürfnisse jedes Unternehmens an. Qualitativ ist die Inhouse-Payroll bei einem stabilen, gut ausgebildeten Team kaum zu toppen. Aber ich bin mittlerweile auch ein echter Fan des Lohnabrechnungssystem-Hostings. Es entlastet sowohl die Lohnabrechner als auch die Unternehmen selbst – und wird meiner Meinung nach noch zu wenig als echte Option wahrgenommen.
Hier ein Interview mit mir für das HS Magazin (Hamburger Software) aus der Ausgabe 01/2019.
Was im Interview zur Sprache kommt
Im Gespräch mit Hamburger Software beleuchte ich die drei gängigen Modelle der Entgeltabrechnung – Inhouse, Outsourcing und Hosting – und erkläre, warum die Entscheidung mehr ist als eine reine Kostenfrage.
Viele Unternehmen lagern ihre Lohnabrechnung aus, weil sie sich davon Entlastung und Einsparungen versprechen. Die Realität sieht oft anders aus: Outsourcing-Partner rechnen jede einzelne Leistung ab – Korrekturen, Kostenstellenänderungen, neue Lohnarten. Was günstig klingt, wird schnell teurer als erwartet. Hinzu kommt: Die Steuerung und Kontrolle bleiben immer beim Auftraggeber – das wird häufig unterschätzt.
Gleichzeitig ist Inhouse-Payroll keine Selbstläuferlösung. Sie braucht echte Fachkräfte mit soliden Kenntnissen im Lohnsteuerrecht, Sozialversicherungsrecht und Arbeitsrecht – und regelmäßige Weiterbildung, um mit den ständigen gesetzlichen Änderungen Schritt zu halten. Wer sich zu sehr auf das Lohnabrechnungssystem verlässt und zu wenig hinterfragt, riskiert Fehler, die teuer werden können.
Meine Haltung dazu – heute wie damals
Das Interview stammt aus 2019, aber meine Einschätzung hat sich im Kern nicht verändert: Payroll ist kein Selbstläufer – weder inhouse noch ausgelagert. Es braucht immer Menschen, die verstehen, was hinter den Zahlen steckt. Kompetenz, Sorgfalt und eine klare Prozessverantwortung sind die entscheidenden Faktoren – unabhängig vom gewählten Modell.
Was sich verändert hat: Das Hosting-Modell hat sich weiterentwickelt und ist heute für viele mittelständische Unternehmen eine sehr sinnvolle Option. Die technische Betreuung des Systems liegt extern, die fachliche Verantwortung bleibt intern – eine Kombination, die ich in der Praxis oft empfehle.
Sie stehen vor der Entscheidung: Inhouse, Outsourcing oder Hosting?
Ich berate Unternehmen bei der Analyse ihrer Payroll-Prozesse und helfe dabei, das passende Modell zu finden – ohne Schönrednerei, dafür mit klarem Blick auf Qualität, Kosten und Risiken.

